Mommerpreisverleihung am 19.11.2010

Veröffentlicht am 02.11.2010 in Kreisverband

Am 19.11.2010 findet ab 16.00 Uhr die Mommerpreisverleihung im Kreishaus Ludwigsburg statt. Hierzu laden der Kreisvorsitzende Thorsten Majer und der Bietigheimer Oberbürgermeister Jürgen Kessing herzlich ein.

Hier die Preisträger 2010

Gerhard Fruth, Hotel Forsthof, Kleinbottwar

Kein Raum für rechtsextreme Tagung. Der Forsthof nimmt sei-ne Zusage für eine Tagung zurück und macht auf die Gruppe bei seinen umliegenden Kollegen aus dem Gastgewerbe darauf aufmerksam.

Der Gastwirt und Hotelier Gerhard Fruth zeigt im Kampf gegen Rechts Rückgrat und geht ein finanzielles Risiko ein.
Zitat: „ Wer Herrn Fruth kennt, weiß, dass er ein Schaffer ist. Einer, der keine großen Reden schwingt, sondern Taten spre-chen lässt. Und einer, der Position bezieht und dazu steht“. Deshalb überrascht das Hausverbot , das der Pächter des Forsthofes den Rechtsextremisten erteilt hat, nicht. Ohne zu Zögern hat er im Kampf gegen Rechts ein Zeichen gesetzt. Selbstverständlich ist das nicht, schon allein wegen der finan-ziellen Einbußen.
Ein gutes Beispiel für Zivilcourage.

Kulturwelt e.V. Ludwigsburg
Jugendtheaterprojekt „Ich knall euch ab“

Bei diesem Projekt handelt es sich eine Aktion im Zusammen-hang mit dem Projekt „Courage zeige“ der städtischen kommu-nalen Kriminalprävention steht. Das Stück beruht auf einen Ju-gendroman, der in vielen Schulen im Deutschunterricht behan-delt wird. Die Campustheatergruppe hat sich im Jahr 2008 ge-gründet und besteht aus 14 bis 19 Schülerinnen und Schülern. Es handelt sich um eine Mobbing-Situation in einer Schule die in einem Amoklauf endet.
In dem Stück wollen die Schauspieler auf die Problematik hin-weisen und Jugendliche zu mehr Zivilcourage ermuntern.

Kreisseniorenrat e.V. Ludwigsburg
Menschenrechte und Menschenwürde in Pflegeheimen

Der Kreisseniorenrat bewirbt sich mit dem Titel „Menschenrech-te und Menschenwürde in Pflegeheimen öffentlich machen“. Der KSR bemüht sich im Bereich der zu pflegenden Menschen in Heimen auf Missstände, Defizite, Gewalt aufmerksam zu ma-chen und zum Mut zum Dialog aufzurufen.

Gewalt gegen Pflegebedürftige findet oftmals im Verborgenen statt. Daher möchten sie mehr Öffentlichkeit und Transparenz in die Einrichtungen bringen.

Fabian Schimke, Gregor Finger, Benjamin Renk, Lukas Berger, Tamo Becker für das Projekt Rock gegen Rechts

Das Ziel des Organisators ist es, bei Jugendlichen politisches Interesse zu wecken, Aufklärung über Rechtsradikalismus zu üben mit dem Zitat von Berthold Brecht: „Wer nicht aus der Ge-schichte lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“.

Die Veranstaltung wurde eng mit dem Jugendgemeinderat Vai-hingen, mit der Jugendarbeit der Stadt Vaihingen, Schulen usw. organisiert. Fünf Jugendliche organisierten zum ersten Mal ein 2-tägiges Open-Air-Festival Rock gegen Rechts, das von Ver-anstaltungen und Vorträgen zum Thema Rechtsradikalismus begleitet wurde.

Fachbereich der Stadt Ludwigsburg Initiativkreis Zivilcourage "Courage zeigen" für das Projekt Busklebeaktion

Im Dezember 2009 führte der Initiativkreis „Zivilcourage“ zu-sammen mit dem Verein „Sicheres Ludwigsburg“ eine Aktion durch: junge Menschen wurden zu ihrem Verständnis und zu ihren Erfahrungen von / mit Zivilcourage befragt. Sie hatten die Möglichkeit ihre Vorstellung in einen Spruch auf ein Plakat zu schreiben. Die besten Sprüche wurden ausgewählt und mit passenden Motiven versehen als Aufkleber gestaltet, die seit Juli 2010 dauerhaft in allen Bussen der Ludwigsburger Ver-kehrslinien angebracht sind. Die Sprüche sollen bei allen Men-schen zum Nachdenken anregen.

Stolperstein-Initiative Besigheim

In 584 Städten und Gemeinden erinnern Stolpersteine an die Opfer des Nationalsozialismus. Besigheim gehört nun auch da-zu. Mit der ersten Legung eines Stolpersteins in Besigheim zu-sammen mit Schülerinnen und Schülern der Maximilian-Lutz-Realschule hat der Kulturverein Wartesaal Besigheim sich zur Aufgabe gemacht, den Kampf gegen das Vergessen aufzu-nehmen und im Besonderen die Jugendlichen aktiv daran zu beteiligen.

Stolperstein-Initiative Ludwigsburg

In 584 Städten und Gemeinden erinnern Stolpersteine an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Stadt Ludwigsburg gehört nun auch dazu.

Die Initiative will mit der Stolperstein-Aktion die Erinnerung an die verfolgten Nachbarinnen und Nachbarn wach halten, die dem Nazi-Terror in Deutschland zum Opfer gefallen sind und damit einen ständigen Aufruf zur Wachsamkeit herstellen. Wo droht in unserer heutigen Gesellschaft Menschen, grundlegen-der Rechte beraut zu werden? Gewalt und Willkür, wie sie im faschistischen System vom Staat und seinen Bürgerinnen und Bürgern ausgeübt wurden, müssen beherzt bekämpft werden – dazu müssen sie erkannt werden. Die Menschen, die den Nazis zum Opfer fielen, sind in diesem Sinn auch eine Mahnung. Die Initiative hat hier eindrucksvoll die Geschichte aufgearbeitet.

Jubiläumspreis
Schüleraustauschgruppe
Robert-Franck-Schule Ludwigsburg und
Anne-Frank-Schule in Sasa / Israel

Am Abend 23.07.09 besuchten die deutschen Schüler zusammen mit ihren is-raelischen Gästen eine Disco in Stuttgart. Zu Überprüfung des Alters verlangte der Türsteher dieser Disko vorschriftsgemäß, dass sich die Jugendlichen ausweisen. Als er bei der Passkontrolle feststellte, dass es sich um Jugendliche aus Israel handelt, fragte er in englischer Sprache, wo denn der Judenstern auf ihrer Kleidung sei.

Diese Bemerkung des Türstehers hörten auch die deutschen Jugendlichen. Sie rea-gierten sofort und beschwerten sich beim Geschäftsführer der Disko über diese dis-kriminierende Äußerung des Türstehers. Die Gruppe verließ geschlossen die Disko-thek und erstattete Anzeige bei der Polizei. Es kam zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht Ludwigsburg, die zu einer Verurteilung des Türstehers führte. Der Türsteher war dem Gericht wegen früherer diskriminierender Äußerungen bereits bekannt.

Anerkennungspreis an die Ludwigsburger Kreiszeitung für das Projekt "Zivilcourage im Alltag"


Die Einladung kann im Bereich Downloads heruntergeladen werden.

 

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